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Zahnarztpraxis Dr. Nenad Antic | Holbeinstrasse 52 | CH-4051 Basel | Tel.: +41 (0)61 283 80 20

 








Wie Schnarchen entsteht

Schnarchen entsteht durch eine Vibration der zeitweilig erschlaffenden Muskulatur der oberen Atemwege. Die im Schlaf erschlaffte Zungenmuskulatur sinkt nach hinten und verschliesst für Sekunden den Rachenraum: Es kann zum Atemstillstand kommen.

Bei Menschen mit Übergewicht führen Fetteinlagerungen zur Einengung der Atemwege. Dadurch werden

  • der Luftstrom beschleunigt,
  • die Vibration der Weichteile erhöht,
  • die Schnarchgeräusche verstärkt.

Die Einnahme bestimmter Medikamente (auch Schlaftabletten), fettreiches Essen und Alkohol am Abend steigern nicht nur das Schnarchen, sondern auch seine Lautstärke.

Probleme durch Schnarchen

Abgesehen davon, dass nächtliche Schnarchgeräusche in einer Zweierbeziehung fast immer als störend empfunden werden, ist Schnarchen kein Einzelproblem: 60 % aller Männer und 40 % aller Frauen über 60 Jahre schnarchen. Bei den 30-jährigen sind es erst 10 % der Männer und 5 % der Frauen. Die Schnarch-Neigung steigt also deutlich mit zunehmendem Alter.

Neueste wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Schnarchen gerade für ältere Menschen eine ernst zu nehmende Gesundheitsgefährdung bedeutet. Es wurde sogar nachgewiesen, dass Schnarchen die Lebenserwartung um Jahre verkürzen kann (Herzstillstand).

Aber selbst die bei Betroffenen häufig auftretende “Tagesmüdigkeit” ist ein besonderer Risikofaktor: Sie verwickelt Berufstätige mit monotoner Tätigkeit häufiger in Arbeitsunfälle und Kraftfahrer siebenmal so oft in Verkehrsunfälle.

Schnarchen stört nicht nur die Ruhe...

Es gibt zwei Formen des Schnarchens. Das Schnarchen ohne Atemaussetzer ist zwar störend, wird von Medizinern aber als harmlos bewertet.

Das „krankmachende Schnarchen” hingegen ist durch zeitweiligen Atemstillstand gekennzeichnet.

Mit Hilfe eines Anamnesebogens können Sie feststellen, ob es sich wirklich nur um “harmloses”, lediglich störendes Schnarchen" ohne Atemstillsände über 10 Sekunden handelt, oder ob sich Schnarchen auch auf das Tagesbefinden auswirkt.

"Harmloses" Schnarchen

Bei “harmlosem” Schnarchen kann Ihnen ein “Anti-Schnarch-Gerät” helfen: Das vom Zahnarzt an die individuellen Kiefer- und Zahnformen angepasste Gerät ähnelt einer Zahnspange. Es verlagert nicht nur den Unterkiefer nach vorn, sondern gleichzeitig auch die Zunge. Dadurch wird der Rachenraum geöffnet, die Atmung normalisiert und frei. Anti-Schnarch-Geräte werden aus Silikon oder aus dünnen Kunstsoffschienen mit Verbindungsstegen individuell angefertigt.

Krankmachendes Schnarchen

Wenn beim Schnarchen Atemstörungen und zeitweilig totale Atmungsaussetzer von mindestens 10 Sekunden Dauer öfter als fünfmal pro Stunde auftreten, sprechen die Schlafmediziner von Schlafapnoe.

Vermindert sich beim Schnarchen der Atemstrom innerhalb von 10 Sekunden um wenigstens die Hälfte des Ausgangswertes, dann liegt eine sogenannte Schlafhypopnoe vor.

Eine „Obstruktive Schlafapnoe" - d.h. der zeitweilige völlige Verschluss der Atemwege - schränkt die Sauerstoffzufuhr zum Gehirn erheblich ein. Vom Schlafenden unbemerkt wird der Schlaf durch Weckreaktionen unterbrochen. Gesundheitliche Schäden sind unausweichlich:

Es kommt zu

  • einer erheblichen Belastung des Herz-Kreislauf-Systems,
  • der Blutdruck steigt,
  • das Herzinfarkt- und Schlaganfall-Risiko ebenfalls,
  • nächtliche Herzrhythmusstörungen treten auf,
  • depressive Stimmungen, Lustlosigkeit und
  • belastende Tagesmüdigkeit.

Den Schweregrad einer schlafbezogenen Atemstörung kann nur ein Schlafmediziner feststellen und auch die erforderliche Therapie bestimmen.

In leichteren Fällen kann der Zahnarzt mit einem „Intraoralen Schnarch-Therapie-Gerät" helfen.

Schnarchtherapien

Stellt der Schlafmediziner eine „krankmachende Schlafapnoe" fest, legt er - abgestimmt auf die Häufigkeit der nächtlichen Atemstillstände - seine Therapie fest:

  • bei einer leichten Schlafapnoe eine medikamentöse Behandlung oder
  • alternativ ein „Intraorales-Schnarch-Therapie-Gerät" vom Zahnarzt bzw.
  • bei schweren Schlafapnoen eine maschinelle Therapie mit einem Überdruck-Beatmungs-Gerät (nCPAP).

Die Wirkung aller Therapieformen - auch die vom Zahnarzt eingesetzten „IST-Geräte" - müssen in einem Schlaflabor oder mit einem ambulanten Überwachungssystem kontrolliert werden.

Ihre Mithilfe ist gefragt

Ein IST-Gerät tragen Sie selbstverständlich nur während Ihrer Schlafzeiten.

Damit Sie wieder ruhig und gesund schlafen können, auch zur Freude Ihrer Zweierbeziehung, unterstützen Sie die Wirkung der Schnarch-Therapie aktiv durch

  • Abnehmen bei Übergewicht,
  • Einschränkung oder Verzicht auf Alkohol und Nikotin (besonders vor dem Schlafengehen).

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